Dienstag, 5. November 2013

Wie unfassbar nutzlos Worte sein können ... Eines leerer als das andere bieten sie sich mir dar, liegen als nichtssagende Hülsen vor meinen Füßen und scheinen selbst nicht recht daran zu glauben, dass ich mir die Mühe machen werde, mich zu bücken und sie aufzuheben. Sie wissen, dass sie es nicht mehr wert sind; dass sie bedeutungslos für mich wurden und dass es keinen Unterschied machen würde, wenn ich sie einfach zerträte.
Doch nein, ich zertrete sie nicht. Ich lese sie tatsächlich vom Boden auf und benutze sie, denn zerstört wurde in letzter Zeit bereits zu viel ...
O holder Name, den ich nicht mehr zu nennen vermag! Auch du bist nur noch ein Wort. Was du einst ausdrücktest, ist tot. Tot, tot, tot. Alles ist tot. Bin ich am Leben? Ja, ein wenig. Ich bleibe zurück und darf euch nicht nachfolgen; muss still den unendlichen Schmerz ertragen, dass ihr mich verließet.
Es ist schrecklich, wie gut ich dich verstehe ... Wir wollten zusammen stark sein, aber die Liebe zu ihm pulsierte wie Gift durch unsere Adern und wir konnten es nicht ewig hinauszögern, dass es unsere Herzen erreichte.
Ich hatte stets Angst davor, weil ich schon ahnte, dass meines dennoch weiterschlagen könnte und deines nicht. Auch das meine hat längst keine Lust mehr, doch es muss ... Du weißt für wen. Ohne dich wird es noch schwerer. Ohne dich will es noch weniger. Doch es muss, es muss, es muss ...
Ruhe in Frieden.